Aktive Senioren im Südharz präsentieren und informieren sich

Unter dem Motto "Wohnen, wo ich hingehöre" fand am 2. Oktober 2008 ein Symposium im Mehrgenerationenhaus in Osterode statt, zu dem auch die Neuapostolische Kirche eingeladen und durch einige Glaubensgeschwister aus Osterode mit einem Informationsstand vertreten war. Am 16. Oktober lud die Gemeinde Osterode zu einer Informationsveranstaltung zum Thema "Patientenverfügung" in ihre Kirche ein.

Zwei Veranstaltungen im Oktober 2008 in Osterode am Harz sprachen vor allem ältere Glaubensgeschwister und Bürger Osterodes an.

Präsentieren

"Wohnen, wo ich hingehöre" lautet das Motto der neuen mobilen Wohnberatung des Vereins "Freie Altenarbeit Göttingen". Niedersachsens erster Wohnberatungsbus ist derzeit in den südniedersächsischen Landkreisen unterwegs und kam am 2. Oktober 2008 auch nach Osterode. Auf Marktplätzen und bei Veranstaltungen informieren ausgebildete Fachkräfte über Wohnraumanpassung, Nachbarschaftshilfe und gemeinschaftliches Wohnen.

Zu Beginn der Veranstaltung gab es einen "Markt der Möglichkeiten", bei dem sich Organisationen, Verbände und Einrichtungen, die sich mit diesem Thema befassen, vorstellten. Auch die neuapostolische Gemeinde Osterode war mit einem Stand vertreten. Dort lag Material aus, das über die Neuapostolische Kirche allgemein und speziell über die Seniorenarbeit informierte. Einige Glaubensgeschwister, darunter der Bezirksseniorenbeauftragte Priester i.R. Dieter Böhm, nutzten den Tag, um in vielen Einzelgesprächen über das Angebot für Senioren in der Neuapostolischen Kirche und speziell im Kirchenbezirk Göttingen zu informieren.

Nach der Begrüßung durch den Landrat des Landkreises Osterode folgte ein Vortrag durch einen Wissenschaftler aus Hamburg mit anschließender Diskussion.

Am Nachmittag gab es Arbeitsgruppen zu folgenden Themen:

"Wie will ich wohnen, wenn ich älter bin?"
"Selbstbestimmt wohnen bei Hilfe oder Pflegebedarf"
"Mobile Wohnberatung Südniedersachsen als Chance für die Fläche"

Im "Abschlussplenum" wurden erarbeitete Ergebnisse der jeweiligen Gruppenleiter vorgetragen. Insgesamt bestand Einigkeit darüber, dass sich ein gesellschaftlicher Wandel vollziehen wird, der bereits begonnen hat und dass Veranstaltungen dieser Art hilfreich sind und fortgesetzt werden sollen.

M.S.

Informieren

Aufgrund des Informationsbedarfs der Geschwister über das Thema "Patientenverfügung, Patientenvollmacht, Patientenbetreuung" entstand eine Informationsveranstaltung, zu der der Seniorenkreis der Gemeinden des Südharzes am 16. Oktober 2008 in die Kirche nach Osterode einlud. Priester i. R. Horst Moser aus der Gemeinde Osterode organisierte die Veranstaltung. Als Referentin für einen Vortrag konnte Christel Franke von der Betreuungsbehörde des Gesundheitsamtes Osterode gewonnen werden.

Nach Begrüßung und Gebet durch den Vorsteher, Evangelist Roland Krysewski, begann der Vortrag. Zu Beginn stellte die Referentin Christel Franke einige Begrifflichkeiten richtig. Es gebe zwar Patientenverfügungen, aber keine Patientenvollmacht oder -betreuung, so Frau Franke. Diese müssen in Abstimmung mit einem Arzt verfasst werden. Die Patientenverfügung war somit nicht Thema ihres Vortrages. Der Vortrag bezog sich auf die Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung. Jeder über 18-Jährige sollte eine Vorsorgevollmacht verfassen. Es geht darum, dass eine Person des Vertrauens für den Vollmachtgeber handeln kann, wenn dieser dazu nicht mehr in der Lage ist. Eine Informationsbroschüre mit einem Vollmachtsformular kann beim Bundesjustizministerium bezogen werden. Abzugrenzen von der Vorsorgevollmacht ist die Betreuungsverfügung, die vom Gericht verfügt wird, wenn eine Person nicht mehr für sich selbst sorgen kann.

Nach dem Vortrag stand Frau Franke für weitere Fragen zur Verfügung. Auch in ihrer Dienststelle beim Gesundheitsamt Osterode am Harz können über die Veranstaltung hinaus Informationen abgefragt werden.

Beide Aktivitäten fanden regen Zuspruch. Die regionale Tagespresse informierte die Öffentlichkeit mit Ankündigungen und Nachberichten.

RK / akli.