Kinderfreizeit 2007

Im wunderschönen Weserbergland trafen sich die Kinder mit ihren Betreuern aus den Bezirken Göttingen, Hildesheim und Wolfenbüttel zu einer gemeinsamen Kinderfreizeit. Höhepunkt war der Gottesdienst am Sonntag mit Bischof Rainer Knigge.

Nach vielen Vorbereitungen war es am 19. Oktober endlich soweit: 89 Kinder im Alter zwischen 6 und 13 Jahren und 18 Betreuer aus den Bezirken Hildesheim, Göttingen und Wolfenbüttel starteten zu Beginn der niedersächsischen Herbstferien in eine dreitägige Kinderfreizeit zur Jugendherberge nach Silberborn (Weserbergland).

Nach der Ankunft am Freitag gegen 17 Uhr gab es erst einmal ein großes "Hallo!" und viel Organisatorisches zu regeln. Die Zimmer mussten zugeordnet, die Kleiderschränke eingeräumt und die Betten bezogen werden. Letzteres natürlich mit Hilfe erfahrener Begleiterinnen und Begleiter, so dass die Kinder noch vor dem Abendessen um 18 Uhr die große Wiese zum Fußballspielen entdecken und die Gegend erkunden konnten.

Die anschließende Nachtwanderung durch das benachbarte Moor war besonders für die Jüngeren abenteuerlich: Im hellen Mondlicht und bei herbstlich kühlen Temperaturen schlängelte sich die mit neonfarbenen "Knicklichtern" und Taschenlampen ausgestattete Kindergruppe mit ihren Betreuern über die Holzstege durch das teilweise doch recht feuchte und unwegsame Gelände. Diese kleine Exkursion sorgte bei einigen schon für die nötige Bettschwere. Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Abendgebet beschlossen. Bis zur allgemeinen Bettruhe um 22 Uhr konnten noch Gesellschaftsspiele, Tischtennis oder "Kicker" gespielt werden. In den Zimmern lasen die Betreuer noch Geschichten oder auch Begebenheiten aus einer Kinderbibel vor.

Einige Frühaufsteher hielt es am Samstagmorgen schon gegen 4 Uhr nicht mehr in den Betten - obwohl die offizielle Weckzeit "erst" um 7 Uhr vereinbart war. Das gemeinsame Frühstück begann dann an diesem frostigen, aber sonnigen Samstag um 8 Uhr mit einem Gebet im Frühstücksraum. Das Essensangebot versprach einen guten Start in den Tag: Brötchen, Müsli, Cornflakes, Marmelade, Wurst, Käse lockten - ja sogar eine nicht nur bei den Kleinen beliebte Nuss-Nougatcreme - und für die Erwachsenen gab´s natürlich einen guten Kaffee!

Das Programm nach dem Frühstück war dann ebenso reichhaltig wie das Buffet: Es konnten u.a. Ketten, Schatzkästchen, Laternen, Tischtennisschläger oder Wichtel gebastelt werden. Fußball lockte nicht nur die Jungs ins Freie, und die Theater-AG begann mit den Proben der Stücke für den "Bunten Abend" am Sonntag. Aber auch das Musikalische kam nicht zu kurz. Mitgebrachte Musikinstrumente kamen zum Einsatz, und die Lieder für den Kindergottesdienst, der ebenfalls in der Jugendherberge stattfinden sollte, wurden eingeübt. Beliebt war auch das Malen zur Musik nach dem vorgegebenen Motto "Das Tor, durch das uns der Herr Jesus in die Herrlichkeit heim holt". Während von dem russischen Komponisten Modest Petrowitsch Mussorgski (1839-1881) "Das große Tor von Kiew" erklang, ließen die Kinder ihrer Kreativität freien Raum und zeichneten Bilder oder erstellten mit unterschiedlichen Materialien kleine Collagen zum Thema.
Das Mittagessen lockte gegen 12 Uhr alle Kinder weg von den vielfältigen Aktivitäten in den Speisesaal.

165 versteckte Puzzleteile sorgten bei einer "Schatzsuche" am Nachmittag im weiträumigen Gelände um die Jugendherberge für Bewegung an der frischen Luft. Bis auf ein Puzzle-Teil, das verschwunden blieb, wurden alle entdeckt. Zusammengesetzt ergab das Puzzle ein Gruppenbild mit Apostel Stegmaier und niedersächsischen Amtsträgern, das anlässlich des 50. Gemeindejubiläums in Gronau (Bezirk Hildesheim) entstanden war.

Mit einem abwechslungsreichen Angebot an Spiel und Spaß ging es dann weiter, unter anderem konnten auch kleine Ritterburgen gebastelt werden. Nach dem Abendessen bereiteten die Kinder mit ihren Betreuern den Blumenschmuck und das Musikprogramm für den Gottesdienst am nächsten Tag vor und hatten im Anschluss noch ausreichend Zeit für Spiele und Klönen.

Obwohl am Sonntagmorgen noch einiges an Müdigkeit vorhanden war, freuten sich alle auf den besonderen Gottesdienst um 10:30 Uhr in der Jugendherberge mit Bischof Rainer Knigge. Als Textwort diente Matthäus 7,7:

"Bittet, so wird euch gegeben;
suchet, so werdet ihr finden;
klopfet an, so wird euch aufgetan."

Besonders ging der Bischof auf die "gefährlichen Wege" ein, die die Kinder im Refrain ihres Liedvortrages besangen (Nr. 63 im Kinderliederbuch "Stimmt mit ein"). Er ermunterte die Kinder dazu, mit Gott auf sicheren Wegen zu gehen und sich Jesus als Vorbild zu nehmen. Mit vielen musikalischen Beiträgen, u.a. Blockflöten, Instrumental-Ensembles oder dem kleinen Kinderorchester (bestehend aus Trompete, Tenorhorn, Posaune, Cello, Blockflöte und Gitarre) wurde der Gottesdienst feierlich mitgestaltet. Die Bezirksevangelisten Joachim Richter (Göttingen) und Michael Stauch (Hildesheim) dienten mit.

Nach dem Mittagessen, zu dem sich auch der Bischof unter die "Ausflügler" mischte, gab es nochmals ausreichend Zeit, von den vielen Angeboten Gebrauch zu machen. Um 16 Uhr gab es dann eine besondere Überraschung, denn Glaubensgeschwister aus Braunschweig besuchten die Kinder und Betreuer und führten zur großen Freude aller das Stück "Drei Männer im Feuerofen" mit einem aufwändigen Puppentheater vor.

Die Vorbereitungen der Theatergruppe für den "Bunten Abend", der um 19 Uhr im Speisesaal starten sollte, liefen auf Hochtouren. Letzte Details wurden geprobt und die Technik überprüft. Das Programm gestaltete sich dann abwechselnd aus musikalischen Einlagen und kleinen Sketchen, bei denen kein Auge trocken blieb. So wurden in den teilweise selbst inszenierten Stücken die Betreuer "aufs Korn genommen" und eine vielleicht ungewöhnliche aber dennoch mögliche "Sonntagmorgen-Situation" in einer Familie dargestellt. Wer dann noch nicht müde war, traf sich im Anschluss noch in der von einer Betreuerin organisierten "Kinder-Disco".

Am nächsten Morgen, dem Montag, hieß es dann vor dem Frühstück schon die Koffer packen, das Zimmer fegen und die Betten abziehen - und das nach einer doch für ein paar "Nachtschwärmer" sehr kurzen Nacht. Müde, aber glücklich und ein wenig melancholisch nahmen alle Abschied voneinander. Die ersten eintreffenden Eltern suchten nach der passenden Kombination aus ihrem Kind und dem dazugehörigen Koffer.

Alle waren sich am Ende dieser drei Tage einig: Das war eine gelungene und schöne Kinderfreizeit, in der sich alle ein Stück näher gekommen sind und in der das zentrale Motto der Kinderfreizeit "Wie finde ich zu Gott?" beantwortet wurde: In der Gemeinschaft!

Allen Organisatoren und Betreuern an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die monatelange Vorbereitung und die viele Eigeninitiative. Einen besonderen Dank auch an den Förderverein "NAK karitativ", der dieses Projekt finanziell unterstützte.

akli

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