"NAKapella" - Konzert

Unter dem Motto "Der Herr ist mein Hirte" stand das Konzert von "NAKapella - Chor und Orchester" in Göttingen. Bereits am Sonntagvormittag umrahmten der Chor sowie einige Solisten den Gottesdienst in der Gemeinde.

Die diesjährigen Herbstkonzerte von "NAKapella" (Leitung: Michael Free und Karsten Warnecke) wurden am 30. September in Hildesheim und am 6. Oktober in Gronau sowie abschließend am 7. Oktober in Göttingen durchgeführt. Hier trafen die Musiker bereits am Morgen ein, um den Gottesdienst musikalisch zu umrahmen. Bezirksevangelist Marco Scheuchzer, Vorsteher der Gemeinde Göttingen, sprach im Anschluss an den Gottesdienst begeistert eine Dauereinladung an den Chor und die Solisten aus. Ein Brunch nach dem Gottesdienst schaffte Möglichkeiten zu Gesprächen zwischen Glaubensgeschwistern und Chor- und Orchestermitgliedern von "NAKapella".

Um 17 Uhr betraten dann Chor und Solisten die mit etwa 120 Musikinteressierten gut besetzte Kirche in Göttingen. Evangelist Andreas Krause begrüßte die Anwesenden und sprach ein Gebet.

Nach den Motetten für vierstimmigen Chor von Gottfried August Homilius "Der Herr ist mein Hirte" und "Habe deine Lust am Herrn" trugen Nicolas Köb (Flöte) und Michael Free (Orgel) die Sonate in C-Dur (BWV 1033) für Flöte und Basso Continuo von Johann Sebastian Bach vor. Es folgten die Motette "Ach, arme Welt" von Johannes Brahms und die beiden Choralkantaten "Wer nur den lieben Gott lässt walten" sowie "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Choralbearbeitung "In allen meinen Taten" von Johann Ludwig Krebs, vorgetragen von Michael Kostian (Trompete) und Michael Free (Orgel), sowie später im Programm die festliche Musik der Sonate in D-Dur von Henry Purcell für Trompete und Orgel begeisterten die Zuhörer. Es war bewundernswert, dass der Trompeter seinen Part auswendig spielte.

Mit John Rutters "God be in my head" und Eleanor Daleys "Set me as a seal" standen auch zwei englisch-sprachige Lieder von zeitgenössischen Komponisten auf dem Programm. Beide Kompositionen waren sicher, ebenso wie die Motetten von Hugo Distler, für die Hörgewohnheiten des Publikums ungewohnt. Die beiden Choräle "Dir, dir, Jehova, will ich singen" und "Gott, wie groß ist deine Güte" von Johann Sebastian Bach, die von Katharina Geffers (Sopran) mit Orgelbegleitung gesungen wurden, brachten der Solistin den verdienten Applaus.

Nach den Choralmotetten von Hugo Distler "Lobe den Herren, den mächtigen König" und "Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser" wurde das romantische, publikumswirksame Concertino op. 107 von Cécile Chaminade für Flöte und Orgel der Höhepunkt des Nachmittages, nicht zuletzt durch das virtuose Spiel des Flötisten Nicolas Köb. Die Zuhörer spendeten begeistert Beifall.

Den Abschluss des Konzertes bildete ein Stück für vierstimmigen Chor, Orchester und Orgel mit Worten aus dem 150. Psalm von César Franck. Nach viel Applaus erfreuten Chor und Flötist die Konzertbesucher noch mit zwei Zugaben.

akli

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