Vorsteherwechsel in Göttingen

Ein außerplanmäßiger, ereignisreicher Festgottesdienst für die Gemeinde Göttingen fand am Sonntag, 21. September, statt. Apostel Burchard beauftragte einen neuen Vorsteher für die Gemeinde, verabschiedete einen langjährigen Diakon in den Ruhestand und spendete die Gabe des Heiligen Geistes.

Apostel Burchard legte dem Festgottesdienst das Bibelwort Jesaja 55,9 zugrunde:

„Sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“

Der Apostel ging zu Beginn auf das Lied des Chores ein, das mit dem Satz „Herr öffne unser Herz für deinen Plan“ zum Bibelwort des Gottesdienstes führte. Manchmal verstehen wir Gott nicht, sodass die Kluft zwischen unseren Gedanken und denen von Gott riesengroß ist. Aber, es gibt keine Kluft zwischen der Liebe Gottes und uns. Wir können Gott nicht denken. „Das können wir uns gleich aus dem Kopf schlagen“, so der Apostel. Viel wichtiger ist die unendliche Liebe, die hinter den göttlichen Gedanken und Wegen steht, diese zu sehen oder wenigstens anzunehmen. Das ist insbesondere dann eine Herausforderung, wenn wir am Internationalen Gebetstag für den Frieden das Leid vieler Menschen sehen.

Hirte Lau sprach ein besonderes Gebet u.a. für den Frieden zwischen den Menschen, für Frieden in der Gemeinde und für den persönlichen Frieden einer jeden Seele.

Solange wir unsere eigene Person zu sehr in den Mittelpunkt des Lebens stellen, unchristliche Gedanken haben und praktizieren und mit anderen nicht so umgehen, wie Christus es wollte, werden wir Unfrieden in der eigenen Seele haben, fuhr der Apostel fort. Dies zeigte sich auch bei der Begebenheit vom Rangstreit der Jünger. Sie diskutierten, wer der Größte unter ihnen sei. Christus machte deutlich: „Wenn jemand der Erste sein will, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener.“ (Markus 9, aus 35) Aller Diener zu sein beginnt im eigenen Herzen. Dazu passt nicht, nur darauf bedacht zu sein, in der Ellenbogengesellschaft mitzuhalten. Gott ist der Mittelpunkt unseres Lebens, alles dreht sich um Christus, so der Apostel.

Ein Maßstab sind unsere Gespräche. Wie sprechen wir über andere? Sind wir Ankläger oder Verteidiger? Christus nahm die Menschen an. Ein weiterer Maßstab ist die Frage, wie wir über unsere Kirche sprechen. Bei allen Unzulänglichkeiten und Fehlern wollen wir unsere Kirche und somit auch uns selbst nicht schlecht machen. Fragen wir uns aber auch immer, ob unser Leben ein Zeugnis des Evangeliums ist. Christus ging insbesondere auf die Sünder und Feinde zu. Stellen wir uns anderen so gegenüber, wie Christus sich zu ihnen gestellt hat. „Wenn wir es schaffen, die menschlichen Gedanken ein wenig beiseite zu schieben, um den göttlichen Gedanken mehr Raum zu geben, dann trägt das auch zu unserem menschlichen Frieden bei“, schloss der Apostel.

Im Gottesdienst empfingen vier Kinder und zwei Erwachsene durch den Apostel die Gabe Heiligen Geistes. Apostel Burchard verabschiedete Diakon Erich Bischof in den Ruhestand und entband den Bezirksältesten Marco Scheuchzer nach 8-jähriger Tätigkeit von der Vorsteherbeauftragung der Gemeinde Göttingen. Er beauftragte Hirte Hartmut Lau zum neuen Gemeindevorsteher, der zuvor bereits zusammen mit Evangelist Sven Mönkemeyer in der Gemeindeleitung tätig war.

Bericht: Tkli., akli. Fotos: HB