Senioren unterwegs in Schleswig-Holstein

Nach einer intensiven Vorbereitung konnten am 8. Juni rund 50 Senioren aus den Kirchenbezirken Göttingen und Halberstadt zu einer fünftägigen Seniorenfreizeit nach Malente-Gremsmühlen starten.

Das Zielhotel liegt wunderschön an der Promenade vom Dieksee und übertraf in Komfort und Speiseplan die Erwartungen. Schon bei der Anreise entstand durch viel gemeinsames Singen im Bus eine harmonische Atmosphäre und diese blieb während der gesamten Zeit erhalten.

Das Programm umfasste eine Fahrt auf die Insel Fehmarn, einen Besuch im Lübecker Marzipanmuseum und eine Fünf-Seen-Fahrt nach Plön. Besonders beeindruckte uns die Fehmarnsundbrücke sowie der Fährbetrieb in Puttgarden. Auch die Gaumenfreuden kamen bei „Fischkolle“ in Lemkenhafen nicht zu kurz. Es war an allen Tagen viel Zeit für schöne Gespräche, für den Austausch von Glaubenserlebnissen und zu aller Freude meinte es das Wetter sehr gut mit uns.

Zum Gottesdienst am Mittwochabend besuchten wir die Gemeinde in Eutin. Dort wurde die Seniorengruppe herzlichst von den Geschwistern aufgenommen, zumal sich schon am Abend vorher zwei Amtsbrüder aus der Gemeinde Eutin im Hotel vorgestellt hatten. Ist auch die Art des Kirchenbaues etwas anders als bei uns, so fühlten wir uns doch wohl im Hause Gottes, zumal die Kirche voll besetzt war. Gerne stimmten wir in das schöne Lied von Paul Gerhardt ein: „Ich singe dir mit Herz und Mund“

Nach einem unterhaltsamen Abschlussabend am Donnerstag mit Gesang und heiteren Beiträgen, gingen diese Tage des Zusammenseins viel zu schnell zu Ende.

DB

Reisebericht und Programm mit historischen Hintergrundinformationen:

Bad Malente und Gremsmühlen wurden Anfang des 20. Jahrhunderts zu einer Gemeinde, die 1955 ein anerkanntes Kneipp-Heilbad wurde. Malente-Gremsmühlen liegt auf einer Landzunge zwischen Dieksee und dem Kellersee. Unser Ziel der Mehrtagesfahrt war das Dieksee-Hotel in Malente, am schönen Dieksee gelegen. Aber bevor wir die Zimmer im Hotel beziehen konnten, machten wir einen Abstecher zum Timmendorfer Strand. Wir sahen uns die Neue Seebrücke und die Kurpromenade mit den kleinen schönen Geschäften an. Im Hotel angekommen und nach dem Abendessen machten wir noch einen Erkundungsspaziergang auf der neugestalteten Dieksee-Promenade. Am Dienstag fuhren wir über die Fehmarnsundbrücke auf die Insel Fehmarn. Diese Brücke verbindet seit dem 30. April 1963 das Festland mit der Insel. In Puttgarden, dem nördlichsten Punkt der Insel, legen alle 30 Minuten eine Fähre nach Rödby in Dänemark ab. Die Fahrten über den Fehmarn-Belt dauern für die Auto- und Eisenbahnfähren 45 Minuten. Zur Mittagszeit gab es eine Stärkung im Ort Lemkenhagen, in der „Fischpfanne“. Auch ein Mühlenmuseum konnten wir dort besichtigen. Bevor wir die Insel verließen, hatten wir noch Zeit, um in Burg, dem Hauptort von Fehmarn, die Stadt oder den Hafen anzusehen. Mittwoch ging es in die Hansestadt Lübeck, wo wir im „Marzipan-Land“ angemeldet waren. Wir hörten viel von Marzipan und dessen Herstellung sowie das Formen von Rosen, Beeren und noch weiteren Figuren. Nach gelungener Fertigstellung einer der genannten Figuren hat jeder sein „Marzipan-Abitur“ bestanden und erhielt dafür eine Urkunde. Zum "Marzipan-Land" gehören auch ein Museum, ein Café und ein Verkaufsraum mit leckeren Köstlichkeiten. Wieder in Malente angekommen, konnte man den Ort, den Kurpark oder mit dem Bezirksseniorenbeauftragten, Priester i.R. Dieter Böhm, in den Holmwald gehen, wo es eine Kneippanlage gibt. Die „Fünf-Seen-Fahrt“ machten wir am Donnerstag. Am Anleger, der 1892 gegründeten „Fünf-Seen-Fahrt“, ist der Ausgangspunkt für unsere kleine Kreuzfahrt. Das Schiff brachte uns über den Dieksee, Langensee, Behler-See, Häftesee und Edebergsee zur Anlegestelle Plön-Fegetasche. In Plön konnte man eine Stadtführung bis hoch zum Schloss machen oder hatte die Zeit zur freien Verfügung. Das markante Plöner Schloss (1636) mit seiner weißen Fassade thront über dem Plöner See und ist schon aus der Ferne zu entdecken. Das Schloss ist heute Sitz der Fielmann-Akademie. In der Altstadt, vor dem historischen Rathaus, gibt es einen Gänseliesel-Brunnen und die Nikolai-Kirche. Am Nachmittag fuhren wir mit dem Bus zu einem berühmten Baum, westlich von Eutin, in den Dodauer Forst. Die etwa 500 Jahre alte „Bräutigamseiche“ verfügt über eine eigene Postanschrift. Ihr offener, zugänglicher „Briefkasten“ in Form eines Astlochs enthält heute noch viele Liebesbotschaften. (H.H.)

Fotos: H.H.