„Nachbarschaftsgottesdienst“ mit Apostel Vicariesmann in Witzenhausen

Im Kirchenbezirk Göttingen feierten die benachbarten Gemeinden Witzenhausen und Hann. Münden am Mittwoch, 3. September 2025, einen gemeinsamen Gottesdienst mit Apostel Ralf Vicariesmann in der Kirche in Witzenhausen. Aus dem angrenzenden Kirchenbezirk Kassel-Korbach (Gebietskirche Westdeutschland) nahm die dortige Bezirksleitung sehr gern die Einladung der Göttinger Bezirksleitung zu diesem Gottesdienst an, um sich über „Kirchengrenzen“ hinweg näher kennenzulernen.

Die Gemeinden Witzenhausen (Hessen) und Hann. Münden (Niedersachsen) grenzen jeweils an die Gebietskirche Westdeutschland an. Seit längerem gab es den Wunsch, erste Kontakte zum Kirchenbezirk Kassel-Korbach zu vertiefen und einander kennenzulernen. Darüber verständigten sich zunächst die beiden Bezirksleitungen. Die zuständigen Apostel Ralf Vicariesmann und Gerd Kisselbach begrüßten die beiderseitige, bereichernde Initiative.

Und so nahm die Bezirksleitung aus dem angrenzenden Kirchenbezirk Kassel – Korbach (Bezirksvorsteher Bezirksältester Sascha Tümmler sowie die stellvertretenden Bezirksvorsteher Bezirksevangelist Dieter Neumann, Priester Marco Wagner sowie Priester Maik Augustin) gemeinsam mit ihren Ehefrauen gern die Einladung zum Gottesdienst mit dem Apostel an.

Apostel Vicariesmann stellte den Aaronitischen Segen (4. Mose 6,24– 26) an den Beginn des Festgottesdienstes:

„Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

Neben allem Organisieren und den Regelungen in der Kirche ist der Segen Gottes dazu letztendlich entscheidend, führte der Apostel zu Beginn aus. Der Aaronitische Segen bilde den Abschluss einer längeren Abhandlung verschiedener Vorschriften für das Volk Israel, erläuterte er. In Bezug auf das Bibelwort unterstrich der Apostel, dass Gott der Herr über das Leben ist und alles Leben von Gott komme. „Vor diesem Gott sollten wir immer wieder ins Staunen kommen“, so der Apostel und verwies auf Kinder, von denen Erwachsene dies lernen können. „Wenn wir mit Gott im Gebet sprechen, wendet sich Gott uns auch zu. Möge dies ein Leuchten in unserem “Angesicht” bewirken, das andere wahrnehmen. Schließlich schenkt uns unser großer Gott seine Gnade und seinen Frieden“, unterstrich der Apostel. Abgeleitet vom hebräischen Wort Shalom für Frieden bedeute dies die Wiederherstellung der ungetrübten Beziehung zu Gott.

Bezirksältester Sascha Tümmler (Bezirksvorsteher Kirchenbezirk Kassel-Korbach), stellte in seinem Predigtbeitrag u.a. die bedingungslose Liebe Gottes heraus, mit der Gott auf diejenigen blickt, die ihn lieben.

Der Gottesdienst wurde musikalisch durch Orgel- und Chormusik sowie einem 3-stimmigen Frauenensemble beider Gemeinden musikalisch gestaltet.

Im Anschluss hatten alle noch die Gelegenheit zu herzlichen Begegnungen und bei Getränken und Gebäck miteinander ins Gespräch zu kommen. Dabei wurden viele Gemeinsamkeiten entdeckt, die auch schon vor dem Gottesdienst in der Sakristei Freude bereiteten:

Das dem Gottesdienst zugrunde liegende Bibelwort war erst am Montag zuvor auch Inhalt einer Zusammenkunft der Bezirksleitung Kassel-Korbach – eine schöne Verbindung, die gern nach Möglichkeiten nun weiter ausgebaut wird.