Als Leitwort für den Gottesdienst diente Psalm 73, Vers 28:
„Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott den HERRN, dass ich verkündige all dein Tun.“
Ein Projektchor aus Sängerinnen und Sängern des Kirchenbezirks trug das Lied „Gut, dass wir einander haben“ vor. Dieses Lied griff der Bezirksapostel in seiner Predigt auf: Wir sind alle Gottes Kinder, verbunden durch ein gemeinsames Ziel, die Erwartung der Wiederkunft Christi. Und in schwierigen Lebenssituationen ist es wichtig, füreinander zu beten und einander beizustehen.
Auch der Psalmist erlebte schwere Zeiten, führte Bezirksapostel Heynes aus. Er hat darunter gelitten, dass es den Ungläubigen gut ging. Doch er besann sich auf Gott und brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, seine Zuversicht auf ihn setzen zu können. Die bewusste Nähe zu Gott ist entscheidend – so wie es auch zwischen Menschen wichtig ist, Kontakt zu pflegen und Beziehungen aktiv zu leben.
Der Bezirksapostel erinnerte außerdem an das Geschehen, als Jesus über Jerusalem weinte, weil die Menschen ihn nicht aufnehmen wollten. Daraus leitete er die Frage ab: Wollen wir Jesus nahe sein? Dann bedeutet das, bewusst zu ihm zu kommen – im Gebet und im Gottesdienst! Dabei können wir ihm alles anvertrauen, was uns bedrückt.
Wer seine Zuversicht auf Gott setzt, verkündigt „all sein Tun“ – nicht nur mit Worten, sondern in seinem Leben: durch den Besuch des Gottesdienstes, durch die Heilige Wassertaufe, die Heilige Versiegelung, durch die Konfirmation: Wir entsagen dem Bösen, denn wir möchten Gott nicht enttäuschen.
In seinem Predigtbeitrag ging Apostel Ralf Vicariesmann darauf ein, dass Menschen sich häufig miteinander vergleichen und dabei eigene Maßstäbe anlegen. Daraus entstehen schnell Fragen wie: „Warum passiert mir das?“ oder „Warum greift Gott nicht ein?“
Hiob erging es ähnlich und machte Gott Vorwürfe. Doch Gott fragte ihn: „Wo warst du, als ich die Erde gründete?“ – und Hiob änderte seine Haltung (Hiob 38 ff.) Entscheidend ist, immer in der Verbindung mit Gott zu bleiben!
Bezirksältester Harald Schwab (Kirchenbezirk Braunschweig) fasste die Gedanken des Gottesdienstes zusammen mit seinem persönlichen Resümee: „Jesus möchte mich umarmen – und ich möchte das auch!“
Nach der Freisprache und der Feier des Heiligen Abendmahls beendete Bezirksapostel Heynes den Gottesdienst mit Gebet und Segen. Anschließend richtete der Bezirksvorsteher des Kirchenbezirks Hannover-Südwest, Bezirksevangelist Wolfgang Christmann, einige Begrüßungsworte an den neuen Bezirksapostel. Priesterin Nicole Schumacher (stellvertretende Gemeindeleiterin in Pattensen) überreichte ihm mit launigen Worten einen Präsentkorb mit Spezialitäten aus der Region Hannover.
Im Anschluss waren alle Gottesdienstteilnehmer zu einem Beisammensein bei „Brot und Wein“ in der Cafeteria des Kirchengebäudes eingeladen.
Neuapostolische Kirche