Seit Monaten beschäftigte sich eine Planungsgruppe um die beiden Bezirksbeauftragten für Kinder und Unterrichte, Priester Stefan Teichert (Göttingen) sowie Melanie Hübner und Bezirksevangelist Holger Bickel (Wolfenbüttel) mit dem Kindertag.
Nach dem Aufbau vor Ort am Samstag mit einem tatkräftigen Team war es dann soweit: Aus den beiden Kirchenbezirken kamen am Sonntagmorgen, 7. Juni, Kinder, Eltern und Lehrkräfte zum Gottesdienst und viel Gemeinschaft in die Auetalhalle nach Willershausen.
Erst mal aus Nah und Fern ankommen…
Schon vor dem Gottesdienst konnten sich jüngere und ältere Kinder aktiv für ihren Kindertag gestalterisch einbringen: Mitgebrachte Blumen und eine lange Schnur, an der bemalte und beschriftete Papierhände aufgereiht wurden, verschönerten den in der Auetalhalle aufgestellten Altar. Und auch schon einige Lieder, darunter das speziell für den diesjährigen Kindertag komponierte und getextete Kindertagslied „Gott sieht das Herz an“ (Ralf Meier), erklangen.
Kindergottesdienst
Im Mittelpunkt des Kindergottesdienstes, den Bezirksevangelist Holger Bickel durchführte und der mit einer bebilderten Bibellesung begann, stand die Erwählung Davids zum König. Das Bibelwort aus 1. Samuel 16,7 – „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an“ führte zum Kindertagsmotto: Wie fühlt es sich an, wenn jemand neu in die Klasse kommt, anders aussieht oder beim Mannschaftswählen immer als einer der Letzten auf der Bank sitzt…?
„Gott hält immer zu uns, er mag uns, wie wir sind, er schaut ins Herz und labelt uns nicht“, führte der Bezirksevangelist aus. Er ergänzte, dass Jesus ein Vorbild darin gewesen ist, niemanden in Schubladen zu stecken. Am Ende appellierte er an die Kinder und auch an alle Anwesenden, sich Hilfe von einem (fachkundigen) Erwachsenen zu holen, wenn man sich hilflos fühlt und in Sorgen und Ängsten feststecke.
Diakonin Ines Teichert (Konfirmandenlehrerin im Kirchenbezirk Göttingen) ging auf das schlechte Gefühl ein, das nach Streit und Neid im Herzen ist. Sie leitete auf die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls hin und stellte heraus, dem Nächsten so zu vergeben, wie man es selbst auch erfahren möchte.
Musik und weitere Aktivitäten
Der von Anika geleitete Kinderchor mit Elternunterstützung gestaltete gemeinsam mit Simon am E-Piano musikalisch den Kindergottesdienst, u.a. auch mit dem Kindertagslied 2026 sowie weiteren passenden Liedern wie "Aufstehn, aufeinander zugehen" oder "Die Spur der Hoffnung sehen".
Während einiger organisatorischer Ansagen von Ines nach dem Gottesdienst durften sich die Kinder einen Schlüsselanhänger in Form eines farbig zusammengesteckten Herzens aussuchen, bevor das Mitbringbuffet für alle eröffnet wurde und der Duft von frisch gebackenen Waffeln in den Eingangsbereich lockte.
Im weiteren Verlauf des Tages gab es in der Auetalhalle vieles zu entdecken: Es wurde mit viel Freude am großen Herz auf der Leinwand weitergearbeitet, Herzen gestaltet, Fotos mit Freunden ausgedruckt, Verbände angelegt und Pflaster professionell geklebt, in Fühlkartons nach zu erratenden Gegenständen gegriffen oder auch die Geschicklichkeit beim Werfen getestet.
Große Zuckerwatten lockten dann auch aus der Halle kurz in den einsetzenden Nieselregen nach draußen, bevor Doris zum Abschluss nach einer kurzen "Aufwärmübung" noch einen „Trommel-Workshop“ mit ihren mitgebrachten Trommeln anbot.
HERZLICHEN DANK allen, die diesen Tag mit ihrer persönlichen Einsatzfreude ermöglichten!
Neuapostolische Kirche