Das Bibelwort Epheser 1,18 bildete die Grundlage des Gottesdienstes:
„Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist (…).“
Apostel Vicariesmann stellte die bildhafte Aussage der erleuchteten Augen des Herzens aus dem Bibelwort in den Mittelpunkt:
Das Herz steht sinnbildlich für das Zentrum des Fühlens, Denkens und Handelns. Das Bild der Augen stellte der Apostel für das Erkennen und Verstehen heraus. Sie sehen nicht selten beängstigende Dinge, die ein anderer unter Umständen aber auch anders wahrnehmen oder bewerten kann. Durch den Blickwinkel des Heiligen Geistes werden die Augen erleuchtet. Die „Herrlichkeit seines Erbes“ beschreibe das Glaubensziel, die ewige Gemeinschaft bei Gott, die den Gläubigen schon jetzt verheißen ist, stellte der Apostel als Hoffnung, berufen zu sein, heraus.
Der Apostel erwähnte die Begebenheit, als Elisas Knecht von Gott die Augen geöffnet und dadurch neuen Mut bekam (2. Könige 6,8) und verband diesen Gedanken mit dem Bibelwort: "Erkenne die Wirksamkeit Gottes mit erleuchteten Augen des Herzen", so der Apostel. Er riet der versammelten Festgemeinde als weiteren Gedanken, niemanden in Schubladen zu stecken und Vorurteile nicht weiterzutragen.
In ihrem Predigtbeitrag nahm die Diakonin Anja Klimmek-Ziligen das Bild der erleuchteten Augen des Herzens ergänzend auf: Herz und Verstand sorgen im Einklang dafür, sich von Sorgen und Ängsten mit der Hoffnung auf das Glaubensziel nicht niederdrücken zu lassen. Gott schenke zudem jedem Menschen unterschiedliche Gaben, die wie ein Fahrrad-Reflektor, ein „Katzenauge“, wirken können: Beim Anstrahlen in Dunkelheit strahlt der Reflektor zurück und kann so zu einer Hilfe werden.
Apostel Vicariesmann spendete im Festgottesdienst der kleinen Anastasia das Sakrament der Heiligen Versiegelung. In der Ansprache zur Ordination der Diakonin Coriena Köhler zur Priesterin für die Gemeinde Bad Lauterberg gab er ihr gern das Bibelwort des Gottesdienstes mit in ihre neue Aufgabe, in der sie sich vom Geist Gottes überall dort hinleiten lassen möge, die er ihr zeige.
Die vorgetragenen Musikbeiträge bereicherten den Festgottesdienst: Der Chor, bestehend aus Sängerinnen und Sängern beider Gemeinden, und auch unterschiedliche Gesangsgruppen, teils mit Klavier- oder Gitarrenbegleitung, unterstrichen in ihrer musikalischen Vielfalt und Auswahl der Lieder die feierliche Atmosphäre. Nach dem Gottesdienst gab es noch beim Brunch die Möglichkeit zu Begegnungen und Austausch.
Neuapostolische Kirche